Fächerübergreifendes
Lernen

Fächerübergreifende Lern- und Erziehungsbereiche
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Die fächerübergreifenden Lern- und Erziehungsbereiche leiten sich ab vom ganzheitlichen Bildungsauftrag der Schule.

Um bei Planung, Beobachtung und Bewertung transparent vorgehen zu können, werden die Bereiche aus „Leben in der Gemeinschaft“  mit Beschluss vom 1. September 2008 jenen Fächern zugeordnet, welche eine besondere Affinität zu den Inhalten aufweisen:

  • Politische Bildung zu Geschichte
  • Gesundheitsförderung zu Naturwissenschaften
  • Umweltbildung zu Naturwissenschaften
  • Mobilität und Verkehrserziehung zu Geografie
  • Emotionale Erziehung zu Deutsch

Trotzdem werden Projekte und andere Initiativen zu diesen Bereichen von der gesamten Schulgemeinschaft mitgetragen und Zeitgefäße dafür zur Verfügung gestellt.

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Darüber hinaus trägt jeder Fachbereich auf seine ihm angemessene Weise dazu bei, dass die Schüler und Schülerinnen die Möglichkeit erhalten

  • die eigenen Stärken und Schwächen kennen zu lernen, Selbstvertrauen zu gewinnen und Mut zum Problemlösen zu entwickeln
  • auf vielfältige Art zu kommunizieren, zu kooperieren und Ideen auszutauschen und damit den respektvollen Umgang miteinander zu üben, erfolgreich miteinander arbeiten zu lernen und Konflikte angemessen zu lösen
  • über Sprache ihre Gedanken und Wünsche mitzuteilen, sich auszutauschen und mit anderen zu kommunizieren, Denkprozesse und Lernwege in Worte zu fassen und schriftliche Informationen zu entschlüsseln
  • Lern- und Arbeitsmethoden einzuüben und zu verbessern
  • sich Grundkenntnisse im technologischen Bereich anzueignen und selbständig mit verschiedenen Medien arbeiten zu lernen

Mögliche Wege zur Entwicklung dieser Kompetenzen werden in besonderer Weise im Rahmen der Lernberatung mit den Schülern und Schülerinnen besprochen und geplant.

Folgende Kompetenzen werden angestrebt
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Selbstkompetenz

  • eigene Stärken und Schwächen kennen, sich abgrenzen
  • Wünsche und Ideen äußern, die eigene Sichtweise aktiv einbringen
  • Gefühle zeigen und altersgemäß steuern
  • Eigeninitiative ergreifen, selbständig Ziele ansteuern, Lern- und Lösungswege entwerfen
  • sich etwas zutrauen, Mut haben und Lösungen für Probleme überlegen
  • sich motivieren können: Interessensschwerpunkte, Herausforderungen, Anknüpfungspunkte aktiv suchen und dadurch die Lernfreude steigern
  • erworbenes Wissen/Fähigkeiten für sich persönlich nutzen, kreativ gestalten
  • Veränderungen im Denken, im Empfinden und in den Interessen benennen
  • Verantwortung für sich selbst übernehmen, Pflichten bewältigen, persönliche Methoden kennen, um die Ausdauer und die Konzentration zu erhöhen
  • eigene und fremde Denkweisen kennen lernen, reflektieren, prüfen, vergleichen
  • Entscheidungshilfen (z.B. Qualitätskriterien) kennen und nutzen
  • Vielfalt von Leistung wertschätzen und Leistungsfreude in verschiedenen Bereichen erleben
  • das Gelernte zur Sprache bringen, Arbeitsergebnisse in der Gruppe präsentieren
  • über den persönlichen Leistungszuwachs reflektieren
  • in Zusammenhängen denken, Erfahrungen aus dem Alltag einbringen und verknüpfen
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Sozialkompetenz

  • Formen positiver Beziehungen zu Gleichaltrigen
    und zu Erwachsenen aufbauen und gestalten
  • die eigene Rolle in der Klasse, in Gruppen wahrnehmen und reflektieren
  • eigene Bedürfnisse kennen und äußern, Bedürfnisse anderer wahrnehmen
  • Rücksicht nehmen, das Anderssein zulassen
  • tragfähige Kompromisse schließen
  • sich an Gruppengesprächen beteiligen, zuhören, mitreden
  • die eigene Meinung vertreten
  • andere bei ihrer Arbeit unterstützen
  • Aufgaben für die Gruppe übernehmen
  • in unterschiedlichen Sozialformen zielgerichtet arbeiten
  • vereinbarte Regeln einhalten und einfordern
  • zur Konfliktlösung beitragen
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Lern – und Arbeitskompetenz

  • mit eigenen und fremden Arbeitsmaterialien sorgfältig umgehen
  • sachbezogene, zielgerichtete Arbeitshaltung einüben: Was trägt mich weiter, was lenkt mich ab?
  • bei Lernaufgaben und Lernaufträgen genau lesen, beobachten oder hören
  • Aufgaben und Aufträge genau und sorgfältig ausführen
  • Lerninhalte und Arbeitsergebnisse hinterfragen
  • Verantwortung für richtiges Arbeiten übernehmen, Fehler vermeiden/korrigieren
  • selbständig Hilfe holen (bei Mitschülern und Mitschülerinnen, in Büchern, Heften...)
  • selbständig ein Ziel ansteuern (zeitlichen Planungsablauf festlegen, benötigtes Material beschaffen....)
  • erkennen, welche Sozialform sich für welche Aufgabenstellung eignet (Einzel-Partner- oder Gruppenarbeit)
  • sich aus Texten, Bildern, Bildmedien, Karten, Grafiken, Tabellen, Referaten informieren
  • brauchbare Informationen auswählen, zusammenfassen
  • Beobachtungen festhalten, erarbeitetes Wissen „zu Papier“ bringen
  • sammeln und ordnen können
  • Ordnung halten, Ordnungssysteme kennen, Erledigtes richtig ablegen
  • Arbeitsergebnisse präsentieren, Wesentliches hervorheben („Das sollten alle wissen“)
  • Methoden des Auswendiglernens kennen: allein- zu zweit, laut-leise, lesend-hörend-schreibend- zeichnend; Wiederholung und Übung einplanen
  • Merkhilfen kennen (Bild-Denken, Eselsbrücken, mind-map...)
  • Hilfen bei der Blatteinteilung kennen, Gestaltungsmittel kennen und anwenden
  • über das eigene Lernen und Arbeiten nachdenken, Lösungswege vergleichen, Schlüsse ziehen.
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Der Umgang mit Kommunikations- und Informationstechnologie (Medienkompetenz)


Die Neuen Medien werden im Unterricht sinnvoll und fächerübergreifend eingesetzt. Besonderes Augenmerk wird darauf gelegt, dass Schüler und Schülerinnen, die im außerschulischen Umfeld kaum die Möglichkeit haben, Lernerfahrungen in diesem Bereich sammeln, sich mit dem Medium konkret auseinandersetzen.
Im Einzelnen sollen folgende Kompetenzen entwickelt werden:

  • einfache Techniken im Umgang mit dem Computer beherrschen
  • den Computer selbständig und eigenverantwortlich für das Lernen nutzen
  • das eigene Handeln mit Neuen Medien kritisch reflektieren
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Sprachliche Bildung

Die Förderung und Erweiterung sprachlicher Fähigkeiten und Fertigkeiten sind sowohl Aufgabe der Sprachfächer als auch der anderen Fächer.
Im Einzelnen geht es um folgende Kompetenzen:

  • sprachliche Grundfertigkeiten erwerben und situativ anwenden
  • einen adäquaten Wortschatz aufbauen, der es ermöglicht, sich aktiv in den Unterricht einzubringen und Wünsche, Gefühle, Ideen, Lernwege und Lernergebnisse zu verbalisieren
  • sich in der Hochsprache ausdrücken
  • Lern- und Denkprozesse in Sprache fassen
  • über eine angemessene Lesefertigkeit verfügen und diese bei der Begegnung mit Büchern und zur Informationsentnahme aus Texten in den verschiedenen Fächern nutzen
  • Leseinteressen pflegen auch durch Nutzen des vielfältigen Angebotes der Bibliotheken