Grundquote, Pflichtquote
und Wahlbereich

Laut Landesgesetz Nr. 5/2008 (Bildungsgesetz) und dem Beschluss der Landesregierung Nr. 81/2009 (Rahmenrichtlinien) gliedert sich die Unterrichtszeit der Schülerinnen und Schüler in eine verbindliche Grundquote, eine der Schule vorbehaltene Pflichtquote und den Wahlbereich.
Die verpflichtende Unterrichtszeit (Grundquote und Pflichtquote) dient dazu, das Recht und die Pflicht jedes Schülers und jeder Schülerin auf Bildung zu garantieren und die Chancengleichheit für alle Bürger und Bürgerinnen zu gewährleisten.

„Durch die Grundquote, die die Erreichung der allgemeinen Bildungsziele garantiert, erwerben die Schülerinnen und Schüler die grundlegenden Kompetenzen. Die Pflichtquote und der Wahlbereich dienen u.a. zur Vertiefung des curricularen Unterrichts.“ (aus dem Beschluss)

Schwerpunkte der didaktischen Tätigkeit in Grundquote, Pflichtquote und im Wahlbereich

Die Grundquote hat die Erreichung der allgemeinen Bildungsziele und den Erwerb der grundlegenden Kompetenzen durch die Schülerinnen und Schüler in den einzelnen Fächern sowie in den fächerübergreifenden Lernbereichen zum Ziel, welche für den Sprengel ausgearbeitet wurden und im Curriculum festgelegt sind.

Die Angebote der Pflichtquote dienen der Erziehung der Schülerinnen und Schüler zu Selbständigkeit und Eigenverantwortlichkeit in Bezug auf ihr Lernen sowie der Vertiefung des curricularen Unterrichts, dem Aufholen von Lernrückständen, der Begabungs- und Begabtenförderung und gewährleisten durch Wahlmöglichkeiten für die Schülerinnen und Schüler in besonderem Maße die Individualisierung des Lernens. Dadurch werden die verschiedenen Lerntypen berücksichtigt. Auf unterschiedliche Lernrhythmen und Leistungsstufen kann vermehrt eingegangen werden oder die verschiedenen Sozial- und Lernformen werden bewusster gepflegt.

Die Pflichtquote kann folgendermaßen gestaltet werden:

  • Angebote zu allen Fächern und Bereichen

    • Sprachlich – künstlerisch - expressiver Bereich
    • Mathematisch – naturwissenschaftlich – technologischer Bereich
    • Geschichtlich – geografisch – sozial – religiöser Bereich

  • Projektunterricht zu einem bestimmten Thema mit Beteiligung der einzelnen Fächer (fachliche Teilthemen zum Projektthema)
  • Angebote in den Klassen oder klassenübergreifend als Freiarbeit mit dem Ziel, Kinder an das eigenverantwortliche Arbeiten zu gewöhnen. Die Freiarbeit kann ein Fach bzw. Bereich mit Angeboten zu unterschiedlichen Leistungsniveaus betreffen oder Angebote aus verschiedenen Fächern (Bereichen). Dafür eignen sich besonders Stunden mit Teamunterricht.

Die Angebote erstrecken sich in der Regel über längere Zeiträume und können auch in Blöcken durchgeführt werden. Jede Schule erstellt das Angebot der Pflichtquote, indem sie sich an den Bildungszielen und am festgestellten Bildungsbedarf orientiert. Sie bringt es den Schülern und Schülerinnen und deren Eltern zur Kenntnis.

Die Schüler und Schülerinnen wählen, beraten von den Lehrpersonen, Lernberatern und Lernberaterinnen aus dem Angebot ihre Tätigkeiten aus. Sie werden je nach den vorhandenen Möglichkeiten den Gruppen zugeordnet. Jede Schule entscheidet für sich, in welcher Form die Eltern ihre Kinder bei der Auswahl der jeweiligen Tätigkeiten unterstützen sollen.

Der Wahlbereich trägt den Interessen, Neigungen und Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler Rechnung und ergänzt das verpflichtende Unterrichtsangebot der Schule. (Aus den Rahmenrichtlinien)