Arbeitsschwerpunkt
Gesundheitsförderung:
2017-2020

Die Weltgesundheitsorganisation definiert Gesundheit folgendermaßen:
„Gesundheit ist ein Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehens und nicht nur das Fehlen von Krankheit oder Gebrechen“.
In der Schule erlangt vor allem der erste Teil eine immer größere Bedeutung und Gesundheitsförderung wird als Prozess und unverzichtbarer Baustein einer nachhaltigen Schulentwicklung verstanden. Ziel einer „gesunden Schule“ ist es, die Ressourcen und Potenziale aller Mitglieder der Schulgemeinschaft zu erschließen, zu erhalten und zu stärken. Der Umgang mit der eigenen Gesundheit und der Gesundheit anderer gehört zu den Kompetenzen, die Menschen auch in der Schule erlernen. In diesem Zusammenhang sind sowohl begleitende als auch präventive Maßnahmen von großer Bedeutung. 

Geplant ist auch die Teilnahme an der landesweiten Ausschreibung des Projektes „Gesundheitsfördernde Schule“ für die Jahre 2017 - 2020

 

Schwerpunkt 2017/2018: Schulklima und Lernkultur

Ein gutes Schul- und Klassenklima trägt nicht nur zu einem gelungenen und qualitativ hochwertigen Unterricht bei, sondern fördert neben der Lernmotivation, den sozialen Kompetenzen und den Lernleistungen vor allem auch die Gesundheit von Lehrenden und Lernenden.

Im Detail beinhalten diese Bildungsschwerpunkte u.a. folgende Bereiche, denen wir uns in diesem Schuljahr widmen können:

  • Respekt und Wertschätzung sich selbst und anderen gegenüber
  • Beteiligung an der Gestaltung schulischen Lebens und Übernahme von Verantwortung
  • Kommunikation in ihrer unterschiedlichen Ausprägung auf der Personal-, Sach- und Beziehungsebene in gewaltloser Form
  • Teamfähigkeit: Sich selbst als Teil der Gemeinschaft erleben und durch den Beitrag und die Begegnung mit anderen Teamkultur verwirklichen
  • Unterschiedliche Lebensstile, Bedürfnisse von Jungen und Mädchen aus unterschiedlicher familiärer, sozialer und kultureller Herkunft berücksichtigen.
  • Lernkultur: Motivierende Lernumgebungen schaffen; Didaktisch professionelle Begleitung beim personalisierten Lernen (an den persönlichen Bedürfnissen, Interessen, Begabungen, Vorlieben ausgerichtet und im Idealfall selbst initiiert)
Schwerpunkt 2018/2019: Bewegung als Tor zum Lernen

„Bewegung ist das Tor zum Lernen“ (Paul Dennison)

Bewegung stellt eine Beziehung zwischen Mensch und Mitwelt her. Über Bewegung knüpfen Kinder Verbindungen zwischen sich und den Dingen, zwischen sich und anderen Menschen sowie zwischen sich, den Dingen und anderen Menschen. Durch die Bewegung erleben und erfahren sie die Welt, gleichzeitig formt und gestaltet Bewegung die Entwicklung der Kinder. Bewegung trägt sowohl zur Erhöhung von Lernmotivation und Leistungsbereitschaft als auch zu körperlichem und seelischem Wohlfühlen bei. Besonders in der heutigen Zeit, die leicht zu Passivität verleitet, ist es in diesem Zusammenhang wichtig, den Kindern vielfältige Möglichkeiten zu bieten, über gezielte Bewegung überschüssige Energie loszulassen und dadurch zu innerer Ruhe zu finden, sodass sie konzentrierter lernen können und aufnahmefähiger werden.

Ausgehend von diesen Grundüberlegungen hat deshalb auch die Schule die Aufgabe, Bewegung als zentrales Element der Bildungsarbeit zu betrachten und im Unterricht immer wieder  "Bewegungssituationen" zu schaffen. Vor allem gilt es, Bewegung in allen Lernbereichen als grundlegend anzusehen und ganz gezielt Handlungsspielräume anzubieten, in denen bewegtes und bewegendes Lernen ermöglicht wird.

Schritte auf dem Weg zu einer "bewegten" Schule:

  • Aufwertung des Sportunterrichtes
  • "Bewegter" Schulweg
  • Kinesiologie
  • Konkrete Handlungsspielräume in allen Lernbereichen
  • Lernen in Bewegung, auch in der freien Natur (Draußentage, Sportunterricht im Freien)
  • Fitnessstudio im Klassenzimmer (Bewegungspausen)
  • Bewegtes Sitzen
Schwerpunkt 2019/2020: Psychohygiene/SchülerInnen- und LehrerInnengesundheit

Zu den grundlegenden Bedürfnissen jedes Menschen gehört es, in einem Klima aufzuwachsen und zu arbeiten, in dem kognitive, emotionale, körperliche und soziale Gesundheit als Werte anerkannt und gelebt werden. Dieser Grundsatz gilt vor allem für die Schule. Jede und jeder in der Schulgemeinschaft hat das Recht, als Person in seiner Würde und mit all seinen Fähigkeiten als einmalig angesehen zu werden. Dies gilt für Kinder und Erwachsene gleichermaßen. Alle sollten aber auch dazu seinen Beitrag leisten, im respektvollen Umgang miteinander individuelle Bedürfnisse und soziale Aspekte in Einklang zu bringen. Dadurch entstehen fruchtbare Arbeitsbedingungen, die sich durch Transparenz, Verlässlichkeit und Sicherheit sowie vertrauensbildende und sinnstiftende Orientierungen auszeichnen. Ein solches Klima kann auch dazu beitragen, uns selbst und andere vor Stress durch Überlastung, Überforderung, Langeweile, Zeitdruck und den dadurch drohenden Folgen wie Burnout zu schützen, andererseits aber auch Unterforderungen zu vermeiden. Für jeden Menschen ist es wichtig, Gelegenheiten vorzufinden, das eigene Potential zu zeigen und zu nutzen und die Wirksamkeit der eigenen Fähigkeiten und Kompetenzen zu erleben.

Entwicklungsschritte:

  • Klarheit zwischen Rolle und Person
  • Ausgleich zwischen Geben und Nehmen
  • Ressourcenorientierung statt Problemorientierung
  • Kraftquellen für körperliche, kognitive und emotionale Herausforderungen
  • Kommunikation über Bedürfnisse, Interessen, Rechte und Pflichten
  • Rituale, Feste und Feiern
  • Erfolgsorientierung
  • Energiehaushalt, Ausgleich zwischen Spannung und Entspannung (z. B, Yoga, Pilates, Meditation …)
  • Achtsamkeit und Empathie
Fortbildungsplan im Zusammenhang mit den Schwerpunkten

Um unsere Schwerpunkte im Schulalltag umsetzen zu können ist es wichtig, dass der gesamte Lehrkörper sich in die Richtung unseres Schwerpunktes weiterbildet. Um sicher zu stellen, dass wir die personellen Ressourcen, Begabungen und Talente unseres Teams optimal ausnutzen, überlegen und unterbreiten die Lehrpersonen im Vorfeld Fortbildungsvorschläge, welche nach Möglichkeit in das Fortbildungsangebot einfließen. So entsteht ein reiches, abwechslungsreiches Angebot an Fortbildungen aus denen die Lehrpersonen schöpfen können.
Jede Lehrerin und jeder Lehrer besucht  im Zeitraum des dreijährigen Bildungsplans mindestens zwei Fortbildungsveranstaltungen zum Thema Gesundheitsförderung. Außerdem wird der Pädagogische Tag unserem Arbeitsschwerpunkt gerecht.
Das Thema Gesundheit kann jedoch nicht nur von der Schule alleine getragen werden. Deshalb werden auch Fortbildungsangebote für Eltern angeboten. Genauso wie die Lehrpersonen bekommen auch die Eltern die Möglichkeit Vorschläge für Fortbildungsveranstaltungen einzubringen. So wird unser Arbeitsschwerpunkt in die Familien hineingetragen und gelebt. 

Fortbildungsangebote

 

 

Evaluation

Schwerpunkte für die nächsten drei Jahre:

Im Schuljahr 2016/17 wurde an unserer Schule eine externe Evaluation durchgeführt. Deshalb erscheint es sinnvoll, mit der Festlegung der Schwerpunkthemen abzuwarten, bis die Evaluationsergebnisse vorliegen.
Dennoch möchten wir die bereits im Schuljahr 2016/17 durchgeführte Evaluation zum Thema Schulklima im Rahmen des dreijährigen Schwerpunktes „Gesundheitsförderung“ auch im Schuljahr 2017/18 weiterführen. Als Schwerpunkt für das zweite und dritte Jahr sind die Themen „Bewegung als Tor zum Lernen“ und „Psychohygiene“ vorgesehen.