Maßnahmen zur
Umsetzung der Leitsätze

In der folgenden Übersicht zeigen wir auf, welche Maßnahmen an einzelnen Schulen oder im gesamten Sprengel getroffen werden, um die gesetzten Ziele zu erreichen. Dabei gibt es Unterschiede an den verschiedenen Schulstellen, da überall die örtlichen Voraussetzungen zu berücksichtigen sind.

Lernen ist Entwicklung, ist Leben
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Wir – Kinder und Erwachsene – lernen miteinander und voneinander und begegnen Neuem mit Offenheit und Sachlichkeit.

Kinder planen den Unterricht mit, bringen ihre Interessen ein, arbeiten an selbst gewählten Themen.  Kinder präsentieren ihre Lernergebnisse vor der Gruppe, zeigen sich als „Experten“.
Klassen werden zeitweise aufgelöst, Kinder arbeiten in altersgemischten Gruppen, Interessengruppen lernen miteinander. So wird vielfältiges Lernen ermöglicht: durch selbständiges Entdecken, durch Zuschauen und Nachahmen, durch Mitmachen.
Wir Lehrpersonen tauschen Ideen und Material aus, besuchen uns im
Unterricht. Wir bilden uns regelmäßig fort.
Eltern oder Fachleute besuchen uns in der Klasse.
Wir unternehmen Lerngänge und Lehrausflüge, um den Blick zu öffnen.
Der Behandlung aktueller Themen wird im Unterricht ein fester Platz eingeräumt. Wir hinterfragen unser Tun und evaluieren unsere Tätigkeit.
Wir holen uns Hilfe von Fachleuten.

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Persönlicher und gemeinschaftlicher Arbeit, sowie dem Einsatz und der Leistung messen wir einen hohen Stellenwert bei.

Die Schule ist ein Haus des Lernens, wir sorgen für gute Lernbedingungen.
Wir machen unsere Bildungsziele und die Qualitätskriterien transparent.
Wir thematisieren Arbeits-, Lern- und Ordnungstechniken und planen Zeit für den Aufbau einer guten Arbeitshaltung ein.
Die Kinder machen Aussagen zu Lernwegen, Erfolgen und „Stolpersteinen“, so dass auch andere davon profitieren können.
Gemeinsam mit den Kindern formulieren wir Lernverträge. Darin setzen sich die Kinder für einen überschaubaren Zeitraum Ziele, an denen sie besonders arbeiten wollen. Diese können der Optimierung der Lern- und Methodenkompetenz, aber auch der Sozialkompetenz dienen.
In Schülersprechstunden und im Rahmen der Lernberatung reden wir mit Kindern über ihr Lernen, über ihre Fortschritte und über Möglichkeiten, wie sie ihr Lernen verbessern können.
Die Kinder arbeiten in unterschiedlichen Sozialformen und in unterschiedlichen Lernformen mit dem Ziel, gute Ergebnisse vorzulegen.
Wir bieten den Schülern und Schülerinnen Möglichkeiten, sich über die Schule hinaus Kompetenzen anzueignen:
Wir investieren in die Erhöhung der Sprachkompetenz durch
fächerübergreifende Sprachförderung , Leseförderung (Teilnahme an Leseaktionen- und Wettbewerben, Zusammenarbeit mit den Bibliotheken vor Ort und mit der Netzwerkbibliothek)
Wir nehmen an Projekten und Wettbewerben teil (Matheolympiade, Klimaschritte, Malwettbewerbe, nationale Leistungsvergleiche...)
Da viele Kinder unseres Sprengels in einem großteils einsprachigen Umfeld aufwachsen, werden nach Möglichkeit weitere Maßnahmen zur Unterstützung des Zweitsprachunterrichts angeboten: settimana azzurra, Teamunterricht, Wahlangebote.

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Wir begegnen einander mit einer optimistischen Erfolgserwartung; Fehler sehen und nutzen wir als Fenster zum Lernen.

Wir begreifen Lernen als lebenslangen Prozess. Durch den Austausch mit anderen erhalten wir Erwachsene, aber auch die Kinder Sicherheit und Hilfe, auftauchende Probleme zu lösen. Wir schaffen Raum für Lerngespräche, Reflexionen und Lernberatung und ermutigen zum Problemlösen und zum Beschreiten unterschiedlicher Lernwege.
Wir sehen uns als Lernberaterinnen und Lernberater, die den Kindern helfen, Stärken auszubauen und wenig entfaltete Fähigkeiten zu entwickeln.
Wir legen Wert darauf, dass sich die Kinder untereinander helfen und sich gegenseitig verschiedene Lern- und Lösungswege erklären.
Wir wissen, dass es unterschiedliche Zeiten und Wege gibt, um sich Neues anzueignen. Wir bemühen uns um offene und wiederkehrende Lernangebote, die verschiedene Zugriffsmöglichkeiten zulassen.
Schüler und Schülerinnen reflektieren ihr Lernen und dokumentieren ihre Lernentwicklung, indem sie z. B. ein Lerntagebuch führen, sich an Lernzielen orientieren oder ein Portfolio erstellen, wo sie Arbeiten mit Qualität ablegen (siehe Lernberatung und Reflexion).
Wir wissen, dass Erfolg für jeden etwas anderes bedeutet. Nicht nur die erbrachte Leistung, sondern auch Einsatz und Leistungsbereitschaft werden wertgeschätzt und honoriert.
Fehler sehen wir als Zwischenformen, die uns zeigen, wo das Kind in seinem Verstehen steht. Wir lassen uns Denkwege der Kinder erklären und teilen ihnen unsere Beobachtungen mit. Durch adäquate Lernmittel und -angebote versuchen wir, neue Wege zu öffnen.
Wir setzen uns ein für personelle Ressourcen, damit wir individuelle Betreuung im Teamunterricht leisten können.

Mit persönlicher Stärke und Lernfreude in die Zukunft
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Unsere Schule bietet ein kindgerechtes und anregendes Umfeld, in dem Kinder Freude am Lernen erleben.

Unser Unterricht ist von Methodenvielfalt geprägt.
Wir investieren in Lernmaterialien, die die Sinne ansprechen, so dass die Kinder handlungsorientiert lernen können.
Wir sorgen für einen bewegten Unterricht, indem Kinder in unterschiedlichen Positionen und an unterschiedlichen Arbeitsplätzen lernen können. In Zwischenpausen und bei Übergängen zwischen den Stunden gibt es Raum für Entspannung und Bewegung.
Kinder lernen zusammen mit Partnern, tauschen sich über ihre Lernwege aus, kommen „zu Wort“.
In unterschiedlichsten Projekten haben die Kinder Gelegenheit, eine Thematik aus vielen Aspekten zu betrachten und zu bearbeiten und ihre Ergebnisse zu präsentieren.
Wir setzen unterschiedliche Medien (Buch, Film, Computer..) im Unterricht ein.

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Wir schaffen Zeit und Raum für Selbsttätigkeit, für Muße und für fantasievolles Erleben und Gestalten.

Wir arbeiten vielfach in offenen Lernformen, so dass Kinder in ihrem eigenen Rhythmus lernen können.
Wir schaffen Gelegenheit zum Forschen und Entdecken.
Wir fördern kreative Ausdrucksformen.
Die Kinder spielen Theater, schlüpfen in verschiedene Rollen, unternehmen Phantasiereisen....
Wir schaffen Raum und Zeit für das Spiel.
Wir gestalten unsere Schulräume gemeinsam.
Wir feiern gemeinsam Feste und gestalten sie aktiv mit: Lesefeiern, Weihnachtsfeiern, Schulfeste, Baumfeste, Gottesdienste ...
Der Wahlbereich umfasst Angebote im musischen, sportlichen und religiösen Bereich sowie in den Bereichen zweite und ev. dritte Sprache.

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Selbstständigkeit und Eigenverantwortung sind uns wichtige Anliegen.

Wir sorgen für Transparenz im Unterricht und geben unsere Ziele bekannt.
Wir arbeiten mit Wochenplänen, Werkstätten..., in denen Kinder sich Zeit und Arbeit selbst einteilen, das selbständige Planen üben und selbstverantwortlich das Ziel ihres Vorhabens anstreben.
Kontrollblätter und Lösungshilfen unterstützen die Selbstkontrolle.
Kinder haben die Möglichkeit, selbständig Informationsquellen zu nutzen.
Wir sprechen mit den Kindern über verschiedene Lerntechniken und -strategien und Lerntypen, geben ihnen individuelle Rückmeldungen zu unseren Beobachtungen.
Das Lernen außerhalb der Schule wird als wichtiger Teil der Lernbiografie wertgeschätzt.

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Unterschiede empfinden wir als Herausforderung. Durch praktizierte Methodenvielfalt fördern wir individuelles und entdeckendes Lernen.

Wir wissen, dass sich Kinder in ihrem Lernen unterscheiden: in ihren Interessen, im Arbeitstempo, im individuellen Leistungsstand, in der Lernfähigkeit, im Grad der Hilfsbedürftigkeit, in der Vorliebe für bestimmte Lern- und Arbeitsformen, in der Art der Wahrnehmung, in der Übernahme von Verantwortung.
Den Fähigkeiten und Fertigkeiten eines Kindes begegnen wir mit Respekt. Wir richten unsere Aufmerksamkeit auf die Individualität des Kindes und versuchen durch vielfältige Lernangebote seinen Lerntypus anzusprechen. Wenig genutzte Lernkanäle werden sensibilisiert. In der Pflichtquote und im Wahlangebot wird besonderen Fähigkeiten und Begabungen Rechnung getragen. Kinder mit Lernrückständen werden durch gezieltes handlungsorientiertes Lernen unterstützt. Schüler und Schülerinnen mit besonderen Bedürfnissen oder Begabungen erfahren im Rahmen der gegebenen Zeit- und Personalressourcen eine angemessene Betreuung und Förderung. Eine Arbeitsgruppe im Sprengel setzt sich mit besonderen Bedürfnissen auseinander und bietet Fortbildungsveranstaltungen zum Thema an. Der Integrationsunterricht ist ein wertvoller Teil unseres Schulsystems. Für Kinder mit besonderen Bedürfnissen stehen spezielle Lehrmittel zur Verfügung bzw. werden solche nach Bedarf angekauft. Wir arbeiten mit der Schulberatung und dem psychologischen Dienst zusammen. Bei Bedarf (Schüler und Schülerinnen aus anderen Ländern) arbeiten wir mit Kulturmittlern und Kulturmittlerinnen zusammen.

In gemeinsamer Verantwortung für die Schule
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Wir bauen an einer fürsorglichen Gemeinschaft, in der jeder seinen Platz einnimmt und sich wohl fühlt.

Wir gehen höflich und respektvoll miteinander um und fordern angemessene Verhaltensformen ein.
Wir achten auf verantwortungsbewussten Umgang mit der Umwelt und den Dingen (Arbeitsmaterialien...). Wir beteiligen uns an Umweltprojekten (Klimaschritte, Ökopause, Müllvermeidung…) um die Kinder und das Elternhaus für die Belange der Umwelt zu sensibilisieren. Wir stellen gemeinsam Regeln auf, die eigenverantwortliches, selbständiges und entdeckendes Lernen möglich machen. Wir geben Konfliktgesprächen Raum, arbeiten an einer Streitkultur. In Schüler- und Schülerinnenversammlungen werden Probleme der Schulgemeinschaft besprochen und gemeinsam nach Lösungen gesucht.
Wir organisieren Gelegenheiten zum sozialen Lernen: altersgemischtes Lernen in der Pflichtquote und im Wahlbereich, wechselnde Sozialformen bei erweiterten Lernformen, gemeinsame Spiele, Rollenspiele, Klassengespräche....
Wir öffnen bei verschiedenen Gelegenheiten die Klassen, damit die Kinder vielfältige Möglichkeiten für soziale Kontakte haben. Wir unterstützen integrative Theaterprojekte im Sprengel, welche in Zusammenarbeit mit den Schülereltern durchgeführt werden. In ihnen kommt die Vielfalt der Fähigkeiten zum Ausdruck und die Kraft der Gemeinschaft, Schwächen aufzufangen sowie Stärken bewusst zu machen und zu fördern.

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Wir nehmen Rücksicht darauf, woher die Kinder kommen. Es ist uns wichtig, wohin sie gehen; daher pflegen wir vielfältige Kontakte nach außen

Wir arbeiten in vielfältiger Weise mit den Schülereltern zusammen und beziehen sie in die Planung ein.
Wir bieten Fortbildungsveranstaltungen für Lehrpersonen und Eltern an.
Wir sorgen für guten Informationsfluss.
Wir arbeiten mit Vereinen und Institutionen zusammen (Feuerwehr, Altersheim, Rettungsdienste, Bibliothek, Pfarrei, Gesundheits- und Sozialdienste, Experten ...)
Wir besuchen Veranstaltungen, die am Ort oder in der nahen Umgebung angeboten werden (Theater, Kino, Lesungen....).
Die Schule bringt sich aktiv ins Stadt- und Dorfgeschehen ein und leistet Beiträge.
Wir stellen uns ins Netz, eine Arbeitsgruppe hält die Homepage auf aktuellem Stand.
Wir sind in Kontakt mit Kindergarten und Mittelschule, um den Kindern gute Übergänge in die nächste Stufe zu ermöglichen.

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Wir setzen uns für gute Strukturen und Organisationsformen ein.

Wir achten auf eine anregende und körperfreundliche Lernumgebung: Wir tragen Sorge für körpergerechte Schulmöbel, gute Raum- und Lichtverhältnisse, für Versammlungs- und Rückzugsorte, für Ordnungssysteme.....
Die angebotenen Lernmaterialien haben einen hohen Aufforderungscharakter, ermöglichen eine variantenreiche Anwendung, sind frei zugänglich und bieten die Möglichkeit zur Selbstkontrolle.
Wir unterstützen die Kinder beim ordnungsgemäßen Umgang mit Materialien und achten selbst auf Ordnung.
Bei der Stundenplanerstellung achten wir auf Zeitgefäße, die entdeckendes und handlungsorientiertes Lernen zulassen.
Bei der Organisation der Schul- und Unterrichtstätigkeit stehen die Bedürfnisse der Schüler und Schülerinnen im Vordergrund.
Wir pflegen den Kontakt mit den Gemeinden, die die Einrichtungen finanzieren.
Wir suchen Sponsoren für besondere Anschaffungen.
Wir organisieren Lehrfahrten, Schwimmkurse, Ausflüge und bemühen uns um kostengünstige Angebote.
Die Mitarbeiterinnen im Sekretariat unterstützen die Direktorin und die Lehrpersonen bei der Durchführung der organisatorischen, verwaltungstechnischen und finanziellen Maßnahmen.

„Wenn die Gedanken groß sind, dürfen die Schritte klein sein.“
Hartmut von Hentig